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Fränkisches Totes Meer®: Das Geheimnis der Schwerelosigkeit

Inhaltsverzeichnis

Haben Sie schon einmal davon geträumt, sich einfach treiben zu lassen, ohne jede Anstrengung, vollkommen schwerelos? Was wie ein ferner Urlaubstraum in Jordanien klingt, ist in Mittelfranken Wirklichkeit geworden. Das Fränkische Tote Meer® in der Franken-Therme in Bad Windsheim ist nicht nur ein technisches Pionierprojekt, sondern ein Ort, an dem die Schwerkraft ihre Macht verliert.

Die Entstehungsgeschichte: Eine Vision aus der Krise

Die Stimmung im Sommer 2004 war gedrückt. Das lokale Großprojekt der Franken-Therme stand vor einem herben Rückschlag: Während der Bau bereits begonnen und eine neue Solequelle erschlossen war, musste die alte Quelle im Kurpark entleert und stillgelegt werden. Die darin enthaltene vollgesättigte Sole galt rechtlich als Herausforderung für die Entsorgung. Die fachgerechte Beseitigung hätte bis zu 750.000 Euro gekostet – eine enorme Summe, die das Vorhaben ins Wanken brachte.

Innovative Lösung für ein 750.000-Euro-Problem

„Wohin mit der Sole?“ war die Frage des Tages. Während Ingenieure ratlos waren, rüttelte der damalige Bürgermeister Wolfgang Eckardt die Runde auf: „Wir holen das Tote Meer nach Mittelfranken“. Trotz großer Bedenken bezüglich Materialien und Hygiene überzeugte er das Gremium, das Wagnis einzugehen. Aus einer logistischen Hürde wurde die Hauptattraktion: das Fränkische Tote Meer®.

Die Physik des Schwebens: 26,9 % Salzkonzentration

Das Fränkische Tote Meer® verdankt seinen Namen dem außergewöhnlichen Salzgehalt. Mit 26,9 % ist die Sole vollgesättigt – das bedeutet, das Wasser kann physikalisch kein weiteres Salz mehr aufnehmen. Dieser hohe Gehalt führt zu einer hohen Dichte des Wassers. Dadurch wird der menschliche Körper an die Oberfläche gedrückt und förmlich auf der Oberfläche getragen wird. Wer möchte, kann hier ganz entspannt auf dem Rücken liegend Zeitung lesen.

„999.999 Bakterien sofort tot“

Die Hygiene in einem solchen Pilotprojekt war ein zentrales Thema. Die Mikrobiologin Dr. Ursula Rdest von der Universität Würzburg untersuchte damals die Keimentwicklung in der Hochsole. Ihr Ergebnis war verblüffend: „Von einer Million Bakterien waren 999.999 sofort tot – und die letzte ließ bereits den Kopf hängen.“ Die Sole wirkt also als natürlicher Filter gegen Keime.

Hightech und Nachhaltigkeit unter der Kuppel

Das Areal ist auch technisch ein Meisterwerk. Da es keine Erfahrungswerte gab, mussten spezielle Materialien gefunden werden, die der hochkonzentrierten Sole standhalten.

  • Beständigkeit: Nach einem Probejahr hielten Folie und PE-Leitungen den Belastungstests problemlos stand.
  • Skalierung: Nun konnte das Konzept auch im großen Maßstab umgesetzt werden.
  • Ökologie: Die Temperatur von 26 bis 30 Grad wird heute zu ca. 70 Prozent aus einer Kombination aus Biomasse, Biogas und lokaler Industrie-Abwärme gehalten.

Innovative Isolierung und Architektur

Um den Wärmeverlust im Winter zu minimieren, war nicht nur ds Know-How der Planer, sondern auch die technische Expertise des eigenen Teams entscheidend – gemeinsam entwickelten sie innovative Lösungen:

  • Wärmeschutz: 180.000 hellblaue Plastikbällchen bedecken die Wasseroberfläche im Freiluftbereich und isolieren die Wasserfläche.
  • Design: Die markante, lichtdurchlässige Kuppel besteht zudem aus einem Membran-Material, das auch bei bekannten architektonischen Wahrzeichen zum Einsatz kommt.

Wohlbefinden durch hochmineralisierte Sole

Ein Bad im Fränkischen Toten Meer ist eine Wohltat für das allgemeine Wohlbefinden. Die besondere Zusammensetzung des Wassers kann das natürliche Gleichgewicht der Haut unterstützen und wird als besonders angenehm bei beanspruchter oder empfindlicher Haut empfunden.

Natürliches Mikroklima zum Durchatmen

Über der Wasseroberfläche entsteht ein feiner Solenebel, der beim Einatmen als angenehm empfunden werden kann. Die mineralhaltige Luft schafft ein besonderes Mikroklima, das die Atemwege sanft befeuchtet und als wohltuend wahrgenommen wird.

Fazit: Einzigartiges Angebot in Europa

Was als kühne Vision begann, wurde 2007 mit dem Deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet. Das Fränkische Tote Meer® ist heute ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass Mut und technischer Erfindergeist ein einzigartiges Refugium für Entspannungssuchende schaffen können.

Häufige Fragen

Er hat eine maximale Tiefe von 1,35 Metern.

Eine tägliche Show aus Licht, Lasern und Musik, die während des Schwebens erlebt wird.

Ja, die Sole wirkt entzündungshemmend und wird erfolgreich bei Neurodermitis und Schuppenflechte eingesetzt.

Die 180.000 Bällchen isolieren den See im Winter, um die Wärme effizient zu speichern.

Er liegt bei 26,9 %, was einer vollgesättigten Sole entspricht.

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